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Blindheit

Ein Mensch gilt - laut dem Gesetz - dann als blind, wenn er mit einer verwendeten Sehhilfe (Brille oder Kontaktlinsen) weniger als 2 Prozent als ein nicht erkrankter Mensch sieht. Unter dem Begriff "sehbehindert" fallen Menschen, welche mit einer Sehhilfe (Brille oder Kontaktlinse) weniger als 1/3 als gesunde Menschen sehen. Bei einer vollständigen Blindheit ist es dem Betroffen nicht möglich, dass er Licht wahrnimmt. Hier spricht der Mediziner von einer Amaurose oder auch Amaurosis. Die deutsche Rechtsprechung definierte aber nicht nur Personen als blind, welche auf beiden Augen eine vollkommene Sehunfähigkeit haben, sondern auch jene, auf welche folgende Kriterien erfüllen:

  • Das noch besser sehende Auge weist eine Sehschärfe von unter 2 Prozent auf, sodass nur eine Wahrnehmung von hell und dunkel möglich ist
  • Das Gesichtsfeld des Betroffenen beträgt weniger als 5 Grad

Die Ursachen

Es gibt unterschiedliche Ursachen, weshalb der Betroffene erblindet oder bereits blind geboren wurde. Bei der angeborenen Blindheit liegt eine vorgeburtliche Störung vor. Hier sind Fehlbildungen am optischen System verantwortlich. Das kann unter anderem eine fehlende Ausbildung der Netzhaut sein; auch eine Netzhauterkrankung kann mitunter zu einer Blindheit führen. Die Netzhauterkrankung lässt das Kind bereits vor der Geburt erblinden; oftmals erblindet der Betroffene auch erst im Kindesalter. Die Ursache, weshalb Kinder mit einer angeborenen Sehbehinderung auf die Welt kommen, liegt in erster Linie an einer leberschen kongenitalen Amaurose. Die Amaurosis congenita ist eine Erbkrankheit, bei welchem es zu einem Schwund des Sehnervs kommt. Diese Erkrankung führt bereits in jungen Jahren zu einer vollständigen Erblindung.

Das Glaukom und die Makuladegeneration sind die Hauptgründe für eine Erblindung

Laut der WHO - der Weltgesundheitsorganisation - gibt es unterschiedliche Gründe, weshalb Menschen in Mitteleuropa erblinden. Die Hauptursache ist die altersabhängige Makuladegeneration. An dieser Erkrankung leiden rund 50 Prozent der Betroffenen. 18 Prozent aller Erblindeten leiden an einem Glaukom (Grüner Star); 17 Prozent sind auf Grund einer diabetischen Retinopathie erblindet. Rund 5 Prozent leiden unter einem Katarakt, dem Grauen Star; etwa 3 Prozent der Blinden sind von einer Hornhauttrübung betroffen. Nur 2,4 Prozent aller Personen sind bereits im Kindesalter erblindet oder blind auf die Welt gekommen. Rund 4,6 Prozent aller Betroffenen in Mitteleuropa sind auf Grund anderer Ursachen in ihrer Sehfähigkeit eingeschränkt.

Die Verbreitung

Weltweit gibt es derzeit etwa 37 Millionen blinde Personen; 124 Millionen Personen gelten als sehbehindert. Die Statistik zeigt, dass etwa alle fünf Sekunden ein Mensch sein Augenlicht verliert. Hier sind vor allem die Zahlen in den Entwicklungsländern erschreckend: Rund 90% aller blinden Menschen leben in sogenannten "Dritte Welt-Ländern". Das Risiko, in einem Entwicklungsland zu erblinden, ist 10-mal höher als in Industriegebieten. Die Hauptursache ist vor allem die Armut sowie auch die mangelhafte medizinische Versorgung. Vor allem im Bereich der Augenheilkunde gibt es hier ein dürftiges Angebot und nur wenige Behandlungsmöglichkeiten. Statistisch gesehen, ist in Afrika ein Augenarzt für rund 1 Million Menschen verantwortlich - in Deutschland hingegen liegt die Zahl bei 13.000 Personen.